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Armut und Gesundheit
2010 Europäisches Jahr der Armutsbekämpfung
Der endlose Kampf gegen  Armut und soziale Ausgrenzung in Europa.
Armut und Hunger werden als Folge
der Finanz- und Wirtschaftskrise zunehmen.


Ein Leben in Armut ist mit einer niedrigeren Lebenserwartung mit hoher Säuglingssterblichkeit, einer schlechten reproduktiven Gesundheit, einer höheren Rate von Infektionskrankheiten (vor allem Tuberkulose (Abb. 2) und HIV-Infektion), mit einer höheren Rate an Substanzenmissbrauch (Tabak, Alkohol und illegale Drogen), einem erhöhten Vorkommen von nicht übertragbaren Krankheiten, von Depression und Selbstmord sowie einer verstärkten Gefährdung durch umweltbedingte Risiken verbunden.
Quelle: http://www.euro.who.int

Armut
Faktoren dabei sind neben geringem Einkommen auch Lebensbedingungen, Chancen und Ressourcen im persönlichen Bereich.

In Europa leben mehr als 165 Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze. In 8 der 18 mittel- und osteuropäischen Länder und neuen unabhängigen Staaten, für die jetzt Daten vorliegen leben mindestens 50% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Rund 2% der Bevölkerung der Europäischen Region lebt in absoluter Armut.

Armut und Krankheit bilden einen Teufelskreis. Die Tatsachen sprechen dafür, dass Entwicklung gute Gesundheit voraussetzt und arme Gemeinwesen ihre Entwicklungsmöglichkeiten nicht voll ausnutzen können, wenn es ihnen an Gesundheit fehlt.

Armut verursacht Isolation, eine Verschlechterung des physischen und psychischen Gesundheitszustandes und schränkt Möglichkeiten sowie die Zukunftschancen stark ein.

Menschen mit Behinderung sind besonders durch Armut gefährdet. Häufig gibt es keine Schul- und Ausbildungsangebote für sie. In der Folge fehlen Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten. Also bleiben sie abhängig von ihren Familien – oder von Almosen. So ist es diesen Menschen unmöglich ein eigenständiges Leben in Würde zu führen.

Armut kann jeden treffen!  Ein Unfall, eine Trennung, ein Schicksalsschlag, der Verlust des Arbeitsplatzes – ob selbstverschuldet oder nicht spielt keine Rolle – und die Abwärtsspirale beginnt sich zu drehen, eines greift dann oft ins andere.
Toleranz und Hilfe für sozial Benachteiligte geht uns täglich an!